„TOP NEWS” des 1. Country Music Club Linz

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bitte „Connie Tex Hat”.
Connie Tex Hat
Das Lied der Prärie
Wer kann sich noch an die Zeit erinnern, als man, mangels eines TV-Gerätes, noch dem guten alten Radio lauschte, wenn die Sendung „Das Lied der Prärie – von Connie Tex Hat“ lief. Endlich hörte man wieder ein paar neue Songs aus den USA. Diese Musik war ja so anders als das, was wir so kannten. Und nicht nur die Musik war es, was uns so neugierig an den Radio fesselte, auch die Geschichten, die Connie da erzählte, waren spannend.

Wer war denn eigentlich dieser
Connie Tex Hat?

Ich habe durch einen Zufall im Internet jene Frau gefunden, mit der
Connie Tex Hat die letzten 11 Jahre bis zu seinem Tod zusammengelebt hat. Durch sie erfuhr ich eigentlich sehr viel über Connie. Im folgenden ein Auszug aus ihren Erzählungen.

Connie Tex Hat wurde 1928 in Wien geboren (sein echter Name war Konrad Hat) und er ist auch in Wien aufgewachsen. Englisch gelernt und mit Vorliebe englischsprachige Radiosender gehört hat er schon als Jugendlicher während der Kriegszeit, weil es eigentlich verboten war. Deshalb hatte er auch nachher noch viele Kontakte mit amerikanischen Soldaten und hörte mit Vorliebe den amerikanischen Soldatensender AFN (American Forces Network). Zuerst studierte er Kunst und insbesondere Malerei, dann erwachte sein Interesse für Geschichte (nicht nur amerikanische), und als ihm klar wurde, dass es tiefe Zusammenhänge gibt zwischen Geschichte und Musik, begann sein Interesse für die Country Music zu wachsen. Er war also nicht nur Musikfachmann, er war auch Historiker.
Seine Sendung
„Das Lied der Prärie“ gab es seit 1958. Der Soldatensender wurde eingestellt und er vermisste die Country Music. Er konnte es nicht aushalten, was im österreichischen Radio an „Cowboyliedern“ gespielt wurde. So machte er von sich aus dem ORF (der damals natürlich noch nicht so hieß) das Angebot, eine Sendung mit echter Country Music zu machen. Diese war dann ein solcher Erfolg, dass etwas Regelmäßiges daraus wurde. Die Musik dazu bekam er jahrelang von Freunden aus den USA geschickt, teils Schallplatten, teils Tonbänder, denn bei uns gab es ja so etwas noch nicht. Wie lange die Sendung lief bzw. wie viele Folgen es gab (ich glaube es waren über 700), weiß ich nicht mehr genau. Zuerst lief sie spät in der Nacht im ersten Programm, dann wurde Ö3 gegründet und „Das Lied der Prärie“ wurde verschoben. Eine Zeit lang lief sie Sonntag am frühen Abend. Eine Zeit lang gab es sie wöchentlich, dann nur alle 2 Wochen, abwechselnd mit Günther Schifters „Western Sloon“. Zwischendurch wurde sie ein paar mal von Peter Rapp gesprochen, was aber nach vielen Hörerprotesten wieder geändert wurde. Die Hörer wollten nicht nur Connies Fachwissen, sie wollten auch seine Stimme hören. Irgendwann (zu Beginn der 80er Jahre, glaube ich) wurde sie dann ganz eingestellt, warum, hat Connie nie wirklich erfahren. Auch massive Proteste der Hörer konnten das nicht ändern.
Diese 3 CDs von Connie Tex Hat stehen nach wie vor für alle zur Verfügung.

Die Geschichte von Pancho Villa ist jedoch in der Originalsendung auf den neuen CDs mit Musik vorhanden.

Die CD In Memoriam Connie Tex Hat und
die CD Die Jäger Clell Lee ist auf den neuen CDs
nicht vorhanden.

Falls Sie Interesse an einer Kopie dieser CDs haben, schreiben Sie mir ein
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„Höhepunkte aus der Geschichte
des amerikanischen Westens“,
herausgegeben von Connie Tex Hat.

Hier erzählt er über Cowboys, Badmen und Texas Rangers.

Falls Sie Interesse an dem Buch haben, vermitteln wir gerne die Adresse zum Bestellen.

Schicken Sie
bitte ein e-Mail, ich setze mich dann mit Ihnen in Verbindung. Ewald Schlosser
In einem Teil seiner Sendungen war Country Music das Hauptthema („Connie Tex Hat stellt vor“), in anderen die Geschichte. Es gibt kaum einen Aspekt aus der amerikanischen Geschichte bis in den Anfang des 20. Jhd., den er nicht behandelt hat: Eisenbahn, Großwild, Goldgräber, Bürgerkrieg, Freiheitskampf von Texas, Viehtriebe, Pony Express, Schusswaffen (er war auch Hobby-Ballistiker), Indianer, Doc Holliday, Naturschutz, Mountain Men (Trapper), und so weiter und so fort. Einer seiner texanischen Tonbandfreunde bat ihn, eine Übersetzung einer seiner Sendungen zu schicken und war so fasziniert von dem profunden enthaltenen Wissen, dass er den texanischen Gouverneur kontaktierte. 1960 wurde Connie auf Grund seiner Sendung zum Ehrenbürger ernannt, zuerst von der texanischen Stadt Fort Worth und dann vom Staat Texas. Deshalb der Namensteil „Tex“. Als wir 1985 das erste Mal gemeinsam in den USA waren, machten wir einen Besuch in Fort Worth, und im Archiv der Zeitung „Fort Worth Star Telegram“ gab es tatsächlich noch den Artikel darüber zu lesen, den Connie in seiner Sammlung von Zeitungsausschnitten hatte.
Lehrer war
Connie nie, aber er hat viele Vorträge gehalten und war auch immer wieder in Schulen eingeladen. Ich kann mich erinnern, dass gerade Oberösterreich da sehr aktiv war. Auch die Rundfunkaufnahmen wurden in Linz gemacht, (weil es dort freundlicher und unkomplizierter zuging als in Wien). Übrigens fällt mit gerade ein, dass er in Linz Freunde hatte: den Waffenhändler Goluch.
Connie „Tex“ Hat mit seiner Tochter Veronika (gelbes T-Shirt), mit Margit Kurfürst sowie mit Oskar Zaglmayr und John Rider, der Salooner des Gasthofes „Zur Ischler Bahn“.
Foto: Margit Kurfürst